18.02.2019 Bauwirtschaft

Mechthild Heil (CDU) sieht Bauausschuss als Impulsgeber für den Wohnungsbau

Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“
Dr. Ronald Rast übergab Mechthild Heil ein Positionspapier mit zentralen Forderungen der Bau- und Immobilienbranche. Foto: Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“

"Die Bilanz sieht nicht gut aus. Nach einem Jahr GroKo steht fest: Es ist zu wenig passiert", so Mechthild Heil (CDU), Vorsitzende des Bauausschusses, bei ihrem ersten Arbeitstreffen mit der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau." "Der Bauausschuss wird der Bundesregierung hier stärker auf die Finger gucken und klare Vorgaben machen müssen."

Dr. Ronald Rast, Koordinator der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau", erklärte bei dem Treffen: "Die Unzufriedenheit bei allen, die mit der Praxis zu tun haben, liegt auf der Hand. Die GroKo ist mit dem Ziel gestartet, dass 1,5 Millionen Wohnungen bis 2021 neu gebaut werden. Davon sind CDU/CSU und SPD meilenweit entfernt". Die Branche rechne für das vergangene Jahr mit nicht einmal 300.000 Neubauwohnungen. Bedarfsgerecht seien dagegen 400.000. Zudem seien die Baugenehmigungen bei den Ein- und Zweifamilienhäusern bereits wieder rückläufig.

Dass Heil den Bauausschuss als "Instrument und Impulsgeber für die Wohnungsbaupolitik" sieht, stieß beim Zusammenschluss der Verbände auf offene Ohren. "Was am Kabinettstisch nicht erledigt wird, muss vom Parlament gemacht werden", so Rast. Dazu zähle ein deutlich schlankeres Baurecht und eine Beschleunigung bei den Genehmigungen. Zudem müsse der Staat endlich die finanziellen Anreize für den Wohnungsbau spürbar verbessern.