11.02.2019 Bauwirtschaft

Dachdecker erzielen 2018 erstmals über 10 Milliarden Euro Umsatz

Dachdeckerhandwerk
Umsatz Dachdeckerhandwerk 2005 bis 2018 (Stand 2/2019). Foto: ZVDH

Für das Dachdeckerhandwerk rechnet der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) 2018 mit einem Umsatzplus von über neun Prozent. Wegbereiter dafür seien vor allem die stabile gesamtwirtschaftliche Lage und eine hohe Baunachfrage. "Erfreulicherweise profitiert nach sechs Jahren der Stagnation nun endlich auch das Dachdeckerhandwerk von der positiven Baukonjunktur. 2018 haben die Dachdecker erstmals über 10 Milliarden Euro Umsatz eingefahren und damit den Spitzenumsatz von 2011 mit 9,37 Milliarden Euro übertroffen", sagt ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk.  "Wie die Bauwirtschaft insgesamt sind wir für das laufende Jahr ebenfalls optimistisch gestimmt, auch wegen günstiger Rahmenbedingungen wie Baukindergeld, höhere Abschreibungen für den Mietwohnungsbau sowie Verstärkung des sozialen Wohnungsbaus." Allerdings komme die Bauwirtschaft langsam an ihre Kapazitätsgrenzen, vor allem wegen des Fachkräftemangels.

Nach Angaben des Verbands waren 2018 mit fast 60 Prozent die privaten Bauherren und Eigentümer die wichtigsten Auftraggeber für das Dachdeckerhandwerk, davon entfallen 80 Prozent auf Sanierungs- und Reparaturarbeiten. Der Neubau macht dem Verband zufolge mit 20 Prozent einen eher geringen Anteil am Umsatz aus. Die öffentliche Hand als Auftraggeber kommt eher den größeren Betrieben zugute und liegt mit 12,4 Prozent Umsatzanteil auch 2018 auf dem hinteren Rang, so der ZVDH.

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