24.01.2019 Bauwirtschaft

Ifo Institut sieht europäische Bauwirtschaft bis 2021 auf Wachstumskurs

Baustelle
Experten des Euroconstruct-Netzwerks erwarten, dass die europäische Bauwirtschaft weiterhin auf Expansionskurs bleibt. Foto: Pixabay

Die europäische Bauwirtschaft wird nach Einschätzung des Ifo Instituts bis ins Jahr 2021 wachsen, wenn auch auch mit abnehmender Intensität. Wurden die Bauleistungen vergangenes Jahr noch um 2,8 Prozent ausgeweitet, so dürfte der Anstieg in diesem Jahr lediglich zwei Prozent betragen, wie aus einem Aufsatz von Ifo-Experte Ludwig Dorffmeister hervorgeht. Für 2021 geht die aktuelle Prognose der Forschungsgruppe Euroconstruct von einer Zunahme um 1,3 Prozent aus. "Zu den Hauptgründen für den seit 2014 laufenden Aufschwung beim Bau zählen die gute Wirtschaftslage, das günstige Zinsumfeld und die gestiegenen Handlungsspielräume der öffentlichen Hand", sagt Dorffmeister. Die Abschwächung des Wachstumstempos habe auch damit zu tun, dass die Bauproduktion von 2014 bis 2018 bereits um mehr als zwölf Prozent ausgeweitet wurde. "In Deutschland konnte das Bauvolumen seit 2014 um fast neun Prozent gesteigert werden", so Dorffmeister.

Die Investitionen in Tiefbauten legten laut dem Ifo-Experten 2018 kräftig zu. Diese Entwicklung dürfte sich im laufenden Jahr fortsetzen. Dagegen wachse der Wohnungsbau sowie der übrige Hochbau inzwischen erheblich verhaltener. Zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2021 dürfte der Wohnungsbau mit einem Anstieg von gut einem halben Prozent die schwächste Dynamik aufweisen, dabei werden die Neubau-Leistungen bereits ab 2020 wohl nur noch stagnieren, so der Ifo-Experte.