11.01.2019 Bauwirtschaft

Bauindustrie verweist bei Baupreisanstieg auf Baumaterialkosten und Lohnerhöhung

Für den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie fallen die Baunebenkosten durch staatliche Regulierungen immer stärker ins Gewicht. Foto: Pixabay

"Die steigenden Baupreise können nicht allein den Bauunternehmen angelastet werden. Ausschlaggebend sind vor allem gestiegene Baumaterialkosten, die jüngste Tariflohnerhöhung und zunehmende staatliche Regulierungen", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baupreise. Demnach seien die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent gestiegen, zum Jahresende (November) habe der Preisanstieg noch einmal an Dynamik zugelegt (+ 4,8 Prozent).

Babiel zufolge seien neben der Erhöhung der Tariflöhne in 2018 von 5,7 Prozent vor allem die Baumaterialpreise stark angestiegen. So habe der Preis für Bitumen, welcher für den Straßenbau benötigt werde, binnen Jahresfrist um 40 Prozent, der Preis für Dieselkraftstoff um 22 Prozent zugelegt. "Im Immobilienbereich gibt es noch zusätzliche Kosten, die die Anschaffung von Wohneigentum deutlich verteuert haben", so Babiel weiter. Zum einen seien die Preise für baureifes Land in den vergangenen acht Jahren um insgesamt 47 Prozent gestiegen. Zum anderen hätten die Kommunen die Baunebenkosten über eine drastische Anhebung der Grundsteuersätze erhöht.

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