17.12.2018 Bauwirtschaft

Bautätigkeit bleibt hoch

Bauwirtschaft 2018
Auch 2019 drehen sich sich Baukräne in Deutschland auf hohem Niveau weiter. Foto: Pixabay

"Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Bautätigkeit im neuen Jahr auf hohem Niveau fortsetzen wird und erwarten für 2019 ein nominales Umsatzplus im Bauhauptgewerbe von 6 Prozent. Der Umsatz erreicht damit ein Niveau von 128 Milliarden Euro." Das erklärten am 17. Dezember die Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Peter Hübner, und des Zentral­verbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Reinhard Quast, auf der gemeinsamen Jahresabschluss-Pressekonferenz in Berlin.

Für den Wohnungsbau gehen die Verbände im laufenden Jahr von einem nominalen Umsatzwachstum von 6,5 Prozent aus. Für 2019 wird ein weiteres deutliches Wachstum von 5,5 Prozent erwartet. Damit seien 2018 rund 300.000 Wohnungen erstellt worden, hieß es in Berlin. "Für das neue Jahr rechnen wir mit 315.000 bis 320.000 Einheiten", erklärten Hübner und Quast. Für Produktion und Fertigstellungen gelte, dass die Zunahme auf den weiterhin boomenden Geschosswohnungsbau beschränkt bleibe. Der klassische Eigenheimbau werde dagegen auf Vorjahresniveau stagnieren. "320.000 Wohnungen bedeuten zwar eine Verdopplung des Fertigstellungsniveaus gegenüber 2010. Das reicht aber noch nicht an den Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen heran", ergänzten Hübner und Quast.

Wenn auch am Konjunkturhorizont derzeit einige dunkle Wolken zu erkennen seien, für den Wirt­schaftsbau gelte dies nicht, so die Bau-Spitzenverbände. Sie erwarten für das laufende Jahr eine nominale Wachstumsrate der Umsätze in dieser Sparte von 7 Prozent, die 2019 nur leicht auf 6 Prozent zurückgehen soll. Für den öffentlichen Bau erwarten die Verbände für 2018 ein nominales Umsatzplus im Bauhauptgewerbe in dieser Sparte von 5 Prozent, das 2019 leicht auf 6 Prozent zulegen sollte.

Auch die gute Entwicklung auf dem Bauarbeitsmarkt halte an. Die Zahl der Beschäftigten habe im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 832.000 gelegen, 20.000 oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Verglichen mit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mit 705.000 hätte die Branche die Belegschaften um nahezu 20 Prozent ausgeweitet.