13.12.2018 Bauwirtschaft

Deutsche Baubranche verzeichnet 2018 steigende Insolvenzen

Infografik
Infografik "Weltweite Baubranche auf der Kippe". Foto: Euler Hermes

Das Wachstum in der globalen Baubranche trübt sich sukzessive ein. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Euler Hermes. 2018 verzeichne die Branche mit Plus 3,5 Prozent zwar nochmals einen neuen Wachstumsrekord seit 2008, allerdings sei dies voraussichtlich der Wendepunkt. So erwartet der Kreditversicherer 2019 noch Plus 3,1 Prozent sowie einen weiteren Rückgang beim Wachstum in den Folgejahren parallel zur Entwicklung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Gegen den Trend sei in Deutschland sowohl beim Boom als auch beim Geschäftsklima in der Branche noch (fast) alles eitel Sonnenschein. "2018 ist zwar ein leichter Rückgang beim Wachstum zu beobachten, allerdings wird sich dieser - im Gegensatz zum weltweiten Trend - 2019 voraussichtlich nicht fortsetzen", sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Seit Jahresbeginn 2018 kam es Euler Hermes zufolge zu 2.305 Insolvenzen, was einen Anstieg um 3 Prozent bedeutet im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017. "Die Zahlungsmoral einer Branche ist ebenfalls ein wichtiges Frühwarnsystem, wenn sich eine Trendwende abzeichnet", so van het Hof. "Noch ist die Zahlungsmoral in der deutschen Baubranche besser als der bundesweite Durchschnitt - aber sie hat sich zuletzt verschlechtert. 2016 erhielten Unternehmen der Baubranche nach durchschnittlich 47 Tagen ihr Geld. 2017 mussten sie schon vier Tage länger warten."