Neubauprojekte
Laut KFP-Untersuchung ist besonders bei Neubauprojekten mindestens ein Gewerk für einen Mangel verantwortlich. Foto: stux/Pixabay
09.12.2015 Bauwirtschaft

Anzahl der Baumängel nimmt zu

„Pfusch am Bau“ ist in Österreich nicht die Ausnahme, sondern mittlerweile die Regel. Rund 70% aller Bauprojekte weisen zumindest einen Mangel auf, wie eine aktuelle Untersuchung vom Marktforschungsinstitut Kreutzer Fischer & Partner (KFP) zeigt. Dafür wurden 476 Bauvorhaben des Jahres 2015 (196 Neubau- und 280 Renovierungsprojekte) einem Qualitätscheck unterzogen. In 99% aller Neubauprojekte musste demnach vor und/oder nach Bauabnahme in zumindest einem Gewerk ein Mangel behoben werden. Bei Renovierungsprojekten musste bei mehr als zwei Drittel aller Bauvorhaben nachgebessert werden. Insgesamt wurde bei 70% aller untersuchten Bauprojekte zumindest ein Baumangel gefunden. Das schlimmste dabei sei, dass der Anteil der Bauvorhaben mit Baumängeln wachse. In einer Vergleichserhebung aus dem Jahr 2008 lag der Anteil der Projekte mit zumindest einem Baumangel noch bei 65% und damit um fünf Prozentpunkte niedriger. 
Die Gründe für die mangelnde Bauqualität sind laut KFP vielfältig: Zum einen sinken die Vorgabezeiten aufgrund des steigenden Preis- und Kostendrucks, ohne dass im Gegenzug der Maschineneinsatz oder die Vorfertigung im gleichen Ausmaß wachsen. Auf der Baustelle muss daher die Arbeit immer schneller erledigt werden. Zum anderen fehlt es immer öfter an qualifiziertem Personal. Die meisten Mängel wurden im Innenausbau (Trockenbau, Anstreicher, Fliesenleger u.ä.) identifiziert (47%). Dahinter liegen bereits die Installateure (38%), vor den Baumeistern (34%).



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