07.08.2018 Bauwirtschaft

Europäische Sanierungsmärkte im Vergleich

Sanierungsmärkte im Vergleich
Die Darstellung fasst die länderspezifischen Unterschiede für drei Indikatoren zusammen. Auf der horizontalen Achse ist die durchschnittliche Sanierungsintensität abgetragen. Auf der vertikalen Achse ist die durchschnittliche Lebensdauer der Produkte abgetragen, also das Alter der Produkte zum Zeitpunkt des Austausches. Foto: B+L Marktdaten

Ganz unterschiedliche Trends und Entwicklungen bestimmen die europäischen Sanierungsmärkte, wie ein B+L-Ländervergleich hinsichtlich der sanierten Gebäudebereiche, der Durchführung der Maßnahmen, der aufgewendeten Budgets und weiterer Indikatoren zeigt. „In Deutschland und in Großbritannien sanieren zunehmend auch die älteren Altersgruppen, während die französischen Sanierer im Mittel deutlich jünger sind“, sagt Studienautor Marcel Dresse.

Diese Unterschiede spiegeln sich auch im Einkommen und an den durchgeführten Maßnahmen wider. Maßnahmen, die sich erst im Zeitverlauf amortisieren, sind häufiger in den jüngeren Altersgruppen zu finden. In Großbritannien wird demnach am häufigsten saniert, die Produkte werden deutlich früher ausgetauscht und die aufgewendeten Budgets sind niedriger. Anders die Situation in Deutschland: Hier werden durchschnittlich höhere Budgets aufgewendet und die Produkte werden später ausgetauscht.

Ein weiterer Aspekt angesichts der Kapazitäten im Handwerk: „In Frankreich und Deutschland ist der Anteil der Sanierer, die eine Maßnahme selber durchführen, deutlich höher als in Großbritannien. Gleichzeitig gewinnen die professionellen Verarbeiter mit zunehmenden Alter der Sanierer in vielen Bereichen der Sanierung an Bedeutung", so Dresse.