18.06.2018 Bauwirtschaft

Deutsche Kalkindustrie profitiert von der Baukonjunktur

Dr. Kai Schaefer
Verbandsvorsitzender Dr. Kai Schaefer auf der Jahrestagung in Lindau. Foto: BKV

Auf der Jahrestagung des Bundesverbands der Deutschen Kalkindustrie (BVK) stellte der Verbandsvorsitzende Dr. Kai Schaefer, Mitglied der Geschäftsführung von Schaefer Kalk, auch die aktuellen Zahlen der Deutschen Kalkindustrie vor. Danach habe sich  der Kalkmarkt in 2017 als stabil erwiesen. Der Marktabsatz bei den ungebrannten Kalkprodukten betrug 2017 circa 18,3 Millionen Tonnen und ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent angestiegen. Hauptabnehmer von ungebrannten Produkten der Mitglieder des BVK ist das Baugewerbe. In dieses Verbrauchssegment konnten 2017 circa 7,1 Millionen Tonnen geliefert werden. Das Ergebnis in 2017 ist damit signifikant besser (+3,7 Prozent) als noch im Jahr davor. Bei den ungebrannten Produkten repräsentiert der BVK rund 15 Prozent der deutschen Kalkindustrie.

Mit Blick auf die Sparte der gebrannten Erzeugnisse, hier präsentiert der Verband nahezu 100 Prozent der deutschen Kalkindustrie, konnten die Verbandsmitglieder rund 6,3 Millionen Tonnen (+0,1 Prozent) gebrannte Produkte verkaufen. Dabei blickt die Deutsche Kalkindustrie besonders zufrieden auf die Lieferungen an die Baustoffindustrie zurück. Hier konnte die Kalkindustrie nach Verbandsangaben ein Plus von fast 3 Prozent erreichen, was einer Liefermenge von mehr als 900.000 Tonnen entspricht, wobei der Hauptteil dieser Lieferungen zur Herstellung von Wandbaustoffen benötigt wird.

Überproportional positiv entwickelt haben sich die Lieferungen von gebrannten Kalkprodukten zum Einsatz im Straßen- und Wegebau. In diesem Verwendungsbereich konnten 381.000 Tonnen eingesetzt werden, die einem Plus von fast 9 Prozent entsprechen.