20.02.2018 Bauwirtschaft

2017 mehr Umsatz und weniger Aufträge für das Berliner Baugewerbe

Berlin
Foto: Ottfried Neubecker/Wikimedia

Der baugewerbliche Umsatz in den Berliner Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten ist 2017 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro angestiegen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilte, gab es im Hochbau vor allem auf Grund des regen Wohnungsbaus (+15,9 Prozent) einen Umsatzzuwachs um durchschnittlich 8,3 Prozent. Die Umsätze im öffentlichen Hochbau (-7,8 Prozent) sowie im gewerblichen und industriellen Hochbau (-4,6 Prozent) gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Im Tiefbau wuchs der baugewerbliche Umsatz durchschnittlich um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil daran hat das Umsatzplus im Straßenbau (+31,3 Prozent). Der Umsatz im sonstigen Tiefbau sank hingegen um 10,5 Prozent.

Die Auftragseingänge in den befragten Betrieben des Bauhauptgewerbes gingen gegenüber 2016 um 5,3 Prozent zurück. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 8,7 Prozent auf im Monatsdurchschnitt 13.503 tätige Personen. Damit ging der baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten im betrachteten Jahr um 0,9 Prozent auf durchschnittlich 17.116 Euro zurück. Die Entgelte der Beschäftigten erhöhten sich um 11,5 Prozent auf 490,7 Millionen Euro. Auf den Baustellen wurden im abgelaufenen Jahr 15,5 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Das sind, je Arbeitstag berechnet, 8,7 Prozent mehr als 2016.

Im Dezember 2017 stieg den Angaben zufolge der baugewerbliche Umsatz in den Berliner Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,6 Prozent auf 280,4 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 6,0 Prozent auf 13.277. Somit lag der baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten im Dezember 2017 bei 21.122 Euro, 8,2 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Auftragseingänge stiegen im Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als ein Viertel (+26,5 Prozent) auf 320,4 Millionen Euro, auch bedingt durch Großaufträge. Die Entgelte erhöhten sich um 7,0 Prozent auf 40,9 Millionen Euro. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden lag mit 1,1 Millionen Stunden, arbeitstäglich bereinigt, um 16,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.