12.12.2017 Bauwirtschaft

Kleine Betriebe in Hessen bauen eher Wohnungen als Straßen

Hessen
Foto: Gerhard Matzat/Wikimedia

Das hessische Bauhauptgewerbe hat im Juni 2017 Umsätze in Höhe von knapp 646 Millionen Euro erwirtschaftet. Wie das Statistische Landesamt jetzt weiter mitteilte, waren dies 3,6 Prozent mehr als im Juni 2016. Der Gesamtumsatz verteilte sich recht gleichmäßig auf die Betriebe unterschiedlicher Größe: Auf kleine Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten entfielen 233 Millionen Euro (36,1 Prozent). Mittlere Betriebe mit einer Belegschaft zwischen 20 und 99 Personen waren für 207 Millionen Euro verantwortlich (32,1 Prozent) und von großen Betrieben mit mehr als 100 Beschäftigten wurden insgesamt 205 Millionen Euro (31,8 Prozent) Umsatz gemeldet.

Der Wohnungsbau war im Juni 2017 mit 255 Millionen Euro die umsatzstärkste Bauart. Etwa 60 Prozent dieser Erlöse wurden von kleinen Betrieben mit bis zu 19 Beschäftigten erwirtschaftet. Im gewerblichen und industriellen Bau erzielten die mittleren (20 bis 99 Beschäftigte) beziehungsweise großen Betriebe (100 und mehr Beschäftigte) jeweils knapp 40 Prozent des gesamten Umsatzes (195 Millionen Euro). Der öffentliche und Straßenbau schließlich wurde von den großen Betrieben dominiert, die hier rund 50 Prozent des gesamten Umsatzes (196 Millionen Euro) für sich beanspruchten.

Die Zahl der gewerblich Auszubildenden, Umschüler, Anlernlinge und Praktikanten im hessischen Bauhauptgewerbe sank zum 30. Juni 2017 auf 1.822 Personen. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Rückgang um 10,7 Prozent. Insgesamt lag der Anteil dieser Beschäftigten an der Gesamtzahl der Belegschaft (61.200 Personen) bei 3 Prozent.