23.11.2017 Bauwirtschaft

Bauindustrie in Niedersachsen und Bremen positiv gestimmt

Niedersachsen
Foto: Gustav Völker/Wikimedia

Sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftsaussichten werden von den Unternehmen der Bauindustrie in Niedersachsen und Bremen aktuell durchweg positiv eingeschätzt. Das ist das Ergebnis der Herbstumfrage, die der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen bei seinen Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat.

33 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) der befragten Unternehmen schätzen die derzeitige Geschäftslage als gut, weitere 56 Prozent als zufriedenstellend ein. Bei einer spartenmäßigen Betrachtung erreicht weiterhin der Wohnungsbau das beste Ergebnis. In diesem Bereich beurteilen 60,7 Prozent die derzeitige Geschäftslage als gut, 32,1 Prozent als zufriedenstellend. Deutliche Verbesserungen gab es auch im Bereich des Leitungsbaus sowie des Ausbaugewerbes, wo nunmehr 45,2 Prozent beziehungsweise 57,1 Prozent die derzeitige Geschäftslage als gut, 48,4 beziehungsweise 42,9 Prozent als zufriedenstellend bezeichneten. Auch im Bereich des Straßenbaus beurteilen nunmehr mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmen die Situation entsprechend.

Bei der Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten zeigte die Umfrage keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Mit fast 73 Prozent geht weiterhin die große Mehrheit der befragten Unternehmen davon aus, dass die Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten weitgehend unverändert bleibt.

Bei der Frage nach den aktuell größten Problemen der Bauwirtschaft rangiert der Facharbeitermangel nach wie vor ganz oben. 78 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen dieses Problem als das für die Bauwirtschaft derzeit schwerwiegendste. Auch Preisschwankungen bei Baumaterialien machen den Unternehmen Sorge. Hier stieg der Anteil von 9,9 Prozent auf jetzt 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016.

Bei der Frage nach der Beschäftigtensituation stieg der Anteil derjenigen, die im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer von einer Zunahme der Beschäftigten ausgehen gegenüber der Herbstumfrage 2016 von 24,1 Prozent auf 31,6 Prozent. Von einer Abnahme gingen nur noch 4 Prozent gegenüber 5,7 Prozent im Vorjahr aus. Im Bereich der Angestellten beabsichtigen nun 30,3 Prozent der befragten Unternehmen einen Beschäftigungsabbau und 77,7 Prozent einen unveränderten Personalbestand. Besonders erfreulich ist laut Verband der Anstieg der in diesem Jahr im Bauhauptgewerbe in Niedersachsen und Bremen beginnenden Ausbildungsverhältnisse um über 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2016.