20.11.2017 Bauwirtschaft

Bauminister befassen sich mit brisanten Themen

Baustelle
Arbeiter auf einer Baustelle. Foto: Pixabay

Ende dieser Woche (23. und 24. November) kommen die Bauminister- und -senatoren der Länder zu ihrer turnusmäßigen Konferenz in Wittenberg zusammen. Dabei stehen einige brisante Themen auf der Tagesordnung: Es geht unter anderem um „mögliche bauaufsichtliche Konsequenzen des Hochhausbrandes in London“, die insbesondere die Dämmstoffindustrie betreffen könnten.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bauen mit Holz“ werden sich die Politiker mit einem Beschluss der Umweltministerkonferenz beschäftigen, wonach unter anderem die wissenschaftliche Forschung im Holzbau ausgeweitet werden soll. Zudem haben die Umweltpolitiker die Bauministerkonferenz gebeten, „den derzeitigen Stand der Erkenntnisse zum möglichen Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen beim Bau zu sichten und eine Anpassung der Musterbauordnung und die darauf fußenden Technischen Baubestimmungen zu erarbeiten sowie die bereits beauftragten Untersuchungen fortzuführen und falls nötig zu ergänzen“.

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) wittert eine „politische Bevorzugung von Baustoffen“. Die Bauminister sollten sich von einer „staatlich sanktionierten Pro-Holz-Baupolitik“ verabschieden. DGfM-Vorsitzender Dr. Hans Georg Leuck: „Wenn der Staat das Bauordnungsrecht für den Baustoff Holz ‚zurechtbiegt‘, dann ist das ein klarer Eingriff in den fairen Wettbewerb.“ Er warnt zudem vor einer „Verholzung der Musterbauordnung“: „Durch das Herunterschrauben von Standards – beispielsweise beim Brand- und Schallschutz – wird die Gebäudequalität nicht besser.“