13.11.2017 Bauwirtschaft

IG Bau warnt vor Baumaterial-Engpass

Carsten Burckhardt
Carsten Burckhardt. Foto: IG Bau

Teile der Baustoffproduktion in Ostdeutschland könnten laut der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) zum Erliegen kommen. Grund dafür sei ein heute (13. November) beginnender Streik in der Baustoffindustrie. Nachdem die Belegschaft eines Steinbruchs in Sachsen-Anhalt die Arbeit niederlegte, sollen weitere Protestaktionen im Laufe der nächsten Wochen in mehreren Betrieben der Branche in Ostdeutschland folgen. Betroffen sei neben der Sand-, Kies- und Mörtelherstellung auch die Naturstein- und Transportbeton-Industrie.

Die IG Bau will in den seit Monaten laufenden Verhandlungen mit den Arbeitgebern eine weitere Annäherung der Löhne an das Westniveau erreichen. Bundesvorstand Carsten Burckhardt: „Unser Ziel ist es, mit dem Arbeitskampf das Ost-West-Lohngefälle der Branche von derzeit 16 Prozent zu verringern. Nach 28 Jahren ist eine Lohnmauer in den Köpfen der Arbeitgeber nicht mehr auszuhalten.“ Die Arbeitnehmervertreter fordern derzeit ein Plus von 4,8 Prozent im ersten und 4,2 Prozent im zweiten Jahr. Die Arbeitgeber stockten ihr Angebot laut Gewerkschaft zuletzt auf 3,5 beziehungsweise 3 Prozent auf. In der ostdeutschen Baustoffindustrie arbeiten der IG Bau zufolge rund 3.500 Beschäftigte, darunter gut 800 in Sachsen-Anhalt.