17.10.2017 Bauwirtschaft

Baugewerbe untermauert zentrale Forderungen an Politik

Baustelle
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Zum Auftakt der Sondierungsgespräche zwischen CDU, FDP und Grünen meldet sich der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) mit wichtigen Forderungen zu Wort. „Das Bauen von Wohnungen und die Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur sowie der digitalen Infrastruktur sind Zukunftsaufgaben, die nach der Bundestagswahl anstehen und umgehend angepackt werden müssen“, sagt ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

Ein wesentlicher Schwerpunkt seien der soziale Wohnungsbau und die Stadtentwicklung. Die Verkehrsinfrastruktur müsse verbessert werden. Pakleppa: „Das Verkehrsgeschehen in den Städten wird sich maßgeblich verändern und bedarf auch baulicher Anpassungen. Im öffentlichen Nahverkehr brauchen wir Kapazitätssteigerungen. Die Planung und der Bau von Infrastrukturprojekten, insbesondere im Straßen- und Brückenbau sowie bei der Bahn, muss beschleunigt werden. In der kommenden Legislaturperiode müssen alle sinnvollen Einzelmaßnahmen in einem Planungsbeschleunigungsgesetz auf den Weg gebracht werden.“

Trennung von Bau- und Verkehrsministerium korrigieren

Für diese Aufgaben braucht es nach Ansicht des ZDB eine gute Organisation. Die Trennung von Bau und Verkehr in zwei Ministerien „war ein Fehler, der nun korrigiert werden muss“, so Pakleppa. „Dies sind die wichtigsten Schwerpunkte, die sich in den Koalitionsverhandlungen niederschlagen müssen. Wir fordern daher ein starkes gemeinsames Haus für Bau und Infrastruktur und eine einheitliche Digitalisierungsstrategie für Bauen, Verkehr und Stadtentwicklung und appellieren an die Parteien, diese zentralen Anliegen bei den Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen.“