16.10.2017 Bauwirtschaft

Mehr Wohnungsabgänge in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen
Foto: Wolfgang Pagenstecher/Wikimedia

Im Jahr 2016 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 6.770 Wohnungen als sogenannter Bauabgang (zum Beispiel Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet, das waren 8,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor (2015: 6.217 Wohnungen). Gegenüber dem Jahr 2000 (3.413 Wohnungsabgänge) hat sich die Zahl der Wohnungsabgänge um 98,4 Prozent erhöht und damit einen Höchststand erreicht.

Wie die amtliche Statistikstelle des Landes jetzt weiter mitteilte, handelte es sich bei mehr als der Hälfte der Abgänge im Jahr 2016 um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern oder Wohnheimen (3.738; +6,9 Prozent gegenüber 2015). Die Zahl der weggefallenen Wohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern belief sich auf 2.365 (+14,3 Prozent), für gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienten, wurden 676 Wohnungsabgänge (+2,6 Prozent) gemeldet.

Bezieht man die Zahl der Wohnungsabgänge auf den jeweils aktuellen Wohnungsbestand, dann ergibt sich im Mittel der Jahre 2010 bis 2016 für Nordrhein-Westfalen eine durchschnittliche „Wohnungsabgangsquote” von 6,8 Abgängen je 10.000 bestehenden Wohnungen. Die höchste Wohnungsabgangsquote im Land wies die Stadt Münster (24,8) auf. Dort wurden in den vergangenen Jahren verstärkt Studentenwohnheime durch zeitgemäße Neubauten ersetzt. Auf den weiteren vorderen Plätzen folgten der Kreis Steinfurt (14,3) und die Stadt Bielefeld (13,5). Die niedrigsten Quoten errechneten die Statistiker für die Stadt Solingen (0,8), den Kreis Euskirchen (2,4) und die Stadt Mönchengladbach (2,5).