01.08.2017 Bauwirtschaft

Steigende Baupreise in Sachsen

Sachsen
Foto: Freistaat Sachsen/Wikimedia

Für den Neubau eines Wohngebäudes mussten in Sachsen im Mai 2017 erneut höhere Preise gezahlt werden. Wie das statistische Landesamt des Freistaates jetzt mitteilte, betrug der Zuwachs gegenüber Mai 2016 3,6 Prozent, nachdem der Preisanstieg im Februar 2017 im Jahresvergleich bei 3,4 Prozent gelegen hatte. Bei Rohbauarbeiten (3,7 Prozent) waren insbesondere die Preissteigerungen von 5,6 Prozent bei Erdarbeiten, 5 Prozent bei Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten sowie 4,3 Prozent bei Maurerarbeiten relevant. Im Bereich der Ausbauarbeiten (3,5 Prozent) beeinflussten Trockenbauarbeiten mit 6,1 Prozent und Maler- und Lackierarbeiten mit 5,6 Prozent höheren Preisen das Gesamtergebnis.

Die Neubaupreise sowohl für Bürogebäude als auch für gewerbliche Betriebsgebäude erhöhten sich um 3,5 Prozent gegenüber Mai 2016. Im Straßenbau stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent.

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent zu. Die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen stiegen um 3,4 Prozent, für Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen um 4,2 Prozent. Putz- und Stuckarbeiten waren 5,6 Prozent teurer als im Vorjahr, Trockenbauarbeiten sogar 8,4 Prozent.

Die Preise für Neubauten lagen um 1,1 Prozent über den Werten vom Februar 2017. Lediglich für Naturwerksteinarbeiten im Ausbaubereich waren geringfügig niedrigere Preise zu zahlen, so die Statistiker.