11.07.2017 Bauwirtschaft

Entsorgung von HBCD-haltigen Polystyrol-Dämmstoffen geregelt

Bundesrat
Der Bundesrat hat der neuen Verordnung zugestimmt. Foto: Bundesrat/Frank Bräuer

Der Bundesrat hat auf Grundlage der vom Bundeskabinett im Vorfeld entwickelten Verordnung am 7. Juli einer dauerhafte Lösung bei der Entsorgung von HBCD-haltigen Polystyrol-Dämmstoffen beschlossen. Damit kann die neue Verordnung noch diesen Sommer in Kraft treten.

Die Verordnung regelt den Umgang mit Abfällen, die persistente organische Schadstoffe (POP) enthalten. Das betrifft zurzeit vor allem Dämmplatten mit dem Flammschutzmittel HBCD, einem bekannten POP. Die vom Bundeskabinett erarbeitete Verordnung sieht vor, solche Abfälle zukünftig getrennt zu sammeln. Die direkte Entsorgung in Verbrennungsanlagen darf zwar zusammen mit anderen Abfällen erfolgen, der Weg dorthin muss aber nachgewiesen werden.

Bundesbau- und umweltministerin Barbara Hendricks (SPD): „Die Verordnung führt zu einer dauerhaften Lösung. Wir schaffen die Grundlage dafür, dass die Entsorgungspreise gerade für Dämmstoffe mit HBCD langfristig stabil bleiben. Gleichzeitig ist garantiert, dass solche und andere Abfälle, die POP enthalten, dauerhaft sicher und umweltverträglich entsorgt werden und dies auch gründlich überwacht werden kann.“

Auch Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), zeigte sich über die Zustimmung erleichtert: „Mit der neuen Verordnung ist eine sicherere und umweltgerechte Entsorgung gewährleistet. Der Entsorgungsstau sollte damit auch bald aufgelöst werden. Kritisch werden wir allerdings weiterhin die Preisentwicklung beobachten. Auch werden wir die Handlungsweise einiger Entsorger und mögliche Verweigerungshaltungen im Blick haben.“