30.06.2017 Bauwirtschaft

Viele Heizungen laufen mit erneuerbaren Energien

Windrad
Windrad. Foto: Pixabay

In 60,3 Prozent der im Jahr 2016 fertiggestellten knapp 110.000 Wohngebäude wurden Heizanlagen installiert, die erneuerbare Energien verwenden. Primär mit erneuerbaren Energien wurden 37,6 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude beheizt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die erneuerbaren Energien somit auf Platz zwei der primären Energiequellen hinter Gas, das in 52,9 Prozent der Neubauten für die Heizung eingesetzt wurde. Die übrigen Energiequellen (unter anderem Fernwärme, Öl und Strom) erreichten zusammen 9,5 Prozent.

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies vor allem mit Umweltthermieanlagen (66,5 Prozent), die der Luft oder dem Wasser Wärme entziehen, oder Geothermieanlagen (18,1 Prozent), die die Wärme unterhalb der Erdoberfläche nutzen.

Wurden Umweltthermie, Geothermie oder Gas als primäre Energiequelle gewählt, waren diese in mehr als 50 Prozent der neuen Wohngebäude jeweils der alleinige Energieträger. Waren sie nicht der alleinige Energieträger, wurden sie am häufigsten durch erneuerbare Energien ergänzt. Holz war bei der primären Nutzung von Umweltthermie (21,7 Prozent) und Geothermie (15,6 Prozent) die bevorzugte Wahl. Gas wurde am häufigsten mit Solarthermie kombiniert (25,7 Prozent).