BIM
Chaos durch mangelnde Absprachen am Bau könnte mit BIM durch eine stets transparente Ausführungs- Material- und Kostenplanung weitgehend reduziert werden. In Deutschland dominiert derzeit noch das traditionelle Bauen. Foto: Dress & Sommer
29.06.2017 Bauwirtschaft

Deutsche Architekten hoffen auf BIM

Die Fehlerkosten am deutschen Bau sind weiterhin hoch. Auch für die Zukunft erwarten die Branchenakteure keine Trendwende. Hoffnung schöpft die Branche jedoch durch die Verheißungen des Bauens 4.0. Aus Sicht der von dem Marktforschungsunternehmen Bau-Info-Consult, Düsseldorf, befragten Architekten hat insbesondere die Planungs- und Baumethode Building Information Modeling (BIM) das Potenzial, Fehlerkosten deutlich zu reduzieren.

In der telefonischen Erhebung wurden unter anderem 141 Architekten darum gebeten zu dieser zugespitzten Aussage Stellung zu beziehen: „Ich halte Building Information Modeling (BIM) für ein effektives Mittel, um die Fehlerkosten am deutschen Bau zu senken.“ Mehr als vier von fünf Befragten (84 Prozent) stimmte überwiegend oder vollständig zu. Auf Widerspruch stieß die Sicht auf BIM als wirksames Fehlerkosten-Antidot nur bei wenigen Architekten (sieben Prozent). Überdies fühlte sich nur jeder zehnte Planer nicht in der Lage sich auf eine Aussage festzulegen – und das, obwohl konkrete Erfahrungen mit BIM-Projekten in Deutschland immer noch dünn gesät sind. Dennoch ist die Zuversicht der Architekten nicht unbegründet: Die Erfahrungen in Skandinavien oder den Benelux-Staaten mit digital vernetzter Projektsteuerung am Bau sind positiv – auch bezüglich weniger Fehlerkosten im Vergleich zur konventionellen Bauprojekten. Chaos durch mangelnde Absprachen am Bau könnte mit BIM durch eine stets transparente Ausführungs- Material- und Kostenplanung weitgehend reduziert werden. In Deutschland dominiert derzeit noch das traditionelle Bauen.