Baugenehmigungen
Der Bau von 106.500 Wohnungen wurde von Januar bis April 2017 in Deutschland genehmigt – neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Foto: Horst64/Pixabay
19.06.2017 Bauwirtschaft

Weniger Baugenehmigungen erteilt

Der Bau von 106.500 Wohnungen wurde von Januar bis April 2017 in Deutschland genehmigt. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes waren das neun Prozent oder 10.500 Baugenehmigungen von Wohnungen weniger als in den ersten vier Monaten 2016. Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden insgesamt hat in den ersten vier Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent beziehungsweise 5.800 Wohnungen abgenommen. Gegen den Trend gestiegen sind dabei die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+2,5 Prozent beziehungsweise +1.300 Wohnungen). Damit erreichte die Anzahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 51.100 Baugenehmigungen den höchsten Wert in den ersten vier Monaten eines Jahres seit 19 Jahren (1998: 51.400 Einheiten). Die Baugenehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern (-15,7 Prozent beziehungsweise -5.300 Wohnungen) und in Zweifamilienhäusern (-6,5 Prozent beziehungsweise -500 Wohnungen) gingen dagegen zurück. Die Genehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen sind ebenfalls gesunken (-16,8 Prozent beziehungsweise -1.300 Wohnungen).

Die Zahl der Wohnungen, die durch in den ersten vier Monaten dieses Jahres genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ging um 4.800 Wohnungen beziehungsweise 28,6 Prozent zurück. Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude sank um 1,4 Millionen Kubikmeter auf 63,9 Millionen Kubikmeter (-2,2 Prozent). Diese Entwicklung ist überwiegend auf einen Rückgang der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (-16,6 Prozent) zurückzuführen.