02.05.2017 Bauwirtschaft

Hessisches Bauhauptgewerbe mit weniger Umsatz und mehr Aufträgen

Hessen
Foto: Gerhard Matzat/Wikimedia

Die zuletzt durchweg positiven Konjunkturdaten aus dem hessischen Bauhauptgewerbe erhielten im Februar 2017 einen kleinen Dämpfer. Wie das hessische statistische Landesamt mitteilt, verringerten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Die Beschäftigtenzahl sowie die Auftragseingänge entwickelten sich weiterhin positiv.

Die baugewerblichen Umsätze beliefen sich im Februar auf knapp 231 Millionen Euro. Während der öffentliche und Verkehrsbau (+8,1 Prozent gegenüber Februar 2016) sowie der Wohnungsbau (+5 Prozent) zulegen konnten, waren geringere Umsätze im gewerblichen und industriellen Bau (-12,6 Prozent) für den Rückgang im gesamten Bauhauptgewerbe verantwortlich.

Für den weiteren Jahresverlauf lassen die Auftragseingänge allerdings wieder auf positive Meldungen hoffen: So stieg die Nachfrage im Februar 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 Prozent. Dies entspricht Auftragseingängen im Wert von etwa 341 Millionen Euro. Besonders der Tiefbau befindet sich mit einer Steigerung der Neuaufträge um 10,5 Prozent im Aufwind. Im Hochbau ging die Nachfrage im Vergleich zum Februar 2016 um 7,4 Prozent zurück.

Auch die Beschäftigung im hessischen Bauhauptgewerbe bewegt sich im Februar 2017 mit etwa 30.700 Personen weiter auf hohem Niveau. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Beschäftigten um 19,8 Prozent. Neben der konjunkturellen Komponente ist die Zunahme der Beschäftigtenzahlen auch auf die jährliche Aktualisierung des Berichtskreises zurückzuführen. Seit dem Januar 2017 melden etwa 30 zusätzliche Betriebe zu dieser Statistik.