21.03.2017 Bauwirtschaft

Dachdeckerverband hält Polystyrol-Entsorgung weiterhin für problematisch

Ulrich Marx
Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Foto: ZVDH

Eine aktuelle Umfrage des Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) unter seinen Mitgliedsbetrieben kommt zu dem Ergebnis, dass die Polystyrol-Entsorgung weiterhin problematisch bleibt: „Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist, so haben wir doch einen Eindruck über die jetzige Entsorgungssituation gewonnen. Es gibt immer noch Dachdeckerbetriebe, die HBDC-haltige Dämmstoffe nicht entsorgen können, weil sie keine Müllverbrennungsanlage finden, die bereit ist, diese anzunehmen. Andere Betriebe erwähnen die zum Teil immer noch hohen Kosten, die bei der Entsorgung anfallen. Insgesamt liegen die Spannbreiten unglaublicher Weise zwischen 200 und 5.000 Euro pro Tonne. Dieses Ungleichgewicht bei der Preisgestaltung ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir fordern daher, die Einstufung des Polystyrols als gefährlichen Stoff komplett wieder zurückzunehmen“, erklärt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx.

Dass die Stoffströme dokumentiert werden müssten und dies auch nachzuweisen sei, ist für den Verbandschef selbstverständlich. Das sei aber auch ohne die Einstufung als gefährlicher Abfallart möglich, macht er deutlich. Ende März tage die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Auf das Ergebnis sei man gespannt.