16.03.2017 Bauwirtschaft

Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen wieder vereint

Baukran
Foto: Pixabay

Im November vergangenen Jahres hatten die immobilienwirtschaftlichen Verbände ihr Mitwirken im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen auf Eis gelegt. Sie kritisierten, dass die Folgen der Klimaschutzvorgaben für den Gebäudesektor im damals von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzplan 2050 noch nicht kalkuliert seien. In konstruktiven Gesprächen hätten sich jetzt das Bundesbauministerium und die Verbände darauf geeinigt, in den kommenden Monaten und Jahren Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl dem Klimaschutz als auch dem bezahlbare Wohnen und Bauen gerecht werden, verlautet aus dem Haus von Barbara Hendricks (SPD).

Die Bundesbauministerin: „Es ist eine gute Nachricht, dass alle Bündnispartner wieder an Bord sind! Im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen arbeiten alle am Wohnungsbau Beteiligten seit 2014 erfolgreich zusammen. Wir haben gemeinsam die Wende auf dem Wohnungsmarkt geschafft. Diese Erfolgsgeschichte können wir nun fortschreiben – auch über die Bundestagswahl hinaus. Unsere Wohnungsbauoffensive hat wichtige und richtige Impulse gegeben, um die dringend benötigten Wohnungen auch im bezahlbaren Segment zu bauen. Dass der Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral sein muss, wird von Niemandem angezweifelt. Den Weg dahin beschreiten wir nun in einer Innovationspartnerschaft wieder gemeinsam."

Andreas Ibel, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID):  „Im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen hat die BID in intensiver, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Bundesbauministerium Empfehlungen für mehr bezahlbaren Neubau erarbeitet. Auf dieser Vertrauensgrundlage wollen wir auftretende Zielkonflikte zwischen der Klimaschutzpolitik und der Wohnungs- und Immobilienpolitik auflösen. Wir haben das Bündnis auf eine neue Arbeitsgrundlage gestellt und den Weg für eine langfristige gemeinsame Zusammenarbeit über die Bundestagswahl hinaus abgesteckt. Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft werden wir innovative, wirtschaftliche Ansätze für eine technologieoffene Minderung von Treibhausgasen entwickeln. Dabei wurde auch festgelegt, dass eine sozialverträgliche Klimaschutzpolitik immer eine aktive Förderpolitik und steuerliche Anreize mitbedenken muss. Hierzu werden geeignete Förderinstrumente geprüft und bedarfsgerecht alternative Finanzierungs- und Fördermodelle entwickelt. Darüber hinaus werden wir gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte auf den Weg bringen.“

Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland: „Haus & Grund strebt eine langfristige Partnerschaft mit der Bundesregierung an, um Klimaschutz und bezahlbares Wohnen und Bauen sinnvoll miteinander zu verbinden. Uns ist es wichtig, dass die Politik auch die Bedürfnisse der Eigentümer und Bewohner der Gebäude im Blick behält. “