24.02.2017 Bauwirtschaft

Berliner Bauhauptgewerbe im Jahr 2016 über Vorjahresniveau

Berlin
Foto: Ottfried Neubecker/Wikimedia

Im Jahr 2016 ist der baugewerbliche Umsatz in den Berliner Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten um 17,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilte, gab es im Hochbau vor allem aufgrund des regen Wohnungsbaus (+38,4 Prozent) einen Umsatzzuwachs um durchschnittlich 22,1 Prozent. Während die Umsätze im öffentlichen Hochbau (+2,7 Prozent) stiegen, entwickelten sie sich im gewerblichen und industriellen Hochbau leicht rückläufig (-0,4 Prozent). Auch im Tiefbau wuchs der baugewerbliche Umsatz im Jahr 2016 zweistellig um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Größten Anteil daran haben der Straßenbau (+13,3 Prozent) und der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+11,7 Prozent).

Der starke Anstieg der Auftragseingänge im Berliner Bauhauptgewerbe im Jahr 2016 um 40,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr basiert laut Statistikamt auch auf Großaufträgen insbesondere im Wohnungsbau. Die Zahl der Beschäftigten ist im abgelaufenen Kalenderjahr 2016 gegenüber 2015 um 5,9 Prozent gestiegen und betrug im Monatsdurchschnitt 12.424 tätige Personen. Damit wuchs der durchschnittliche baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten um 10,5 Prozent auf 17.276 Euro. Die Entgelte der Beschäftigten erhöhten sich um 4,7 Prozent auf 439,9 Millionen Euro. Auf den Baustellen wurden im abgelaufenen Jahr 14,4 Millionen Arbeitsstunden geleistet, das sind, je Arbeitstag berechnet, 5,6 Prozent mehr als 2015.

Im Dezember 2016 stieg der baugewerbliche Umsatz in den Berliner Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,5 Prozent auf 244,6 Millionen Euro. Da sich die Zahl der Beschäftigten im letzten Monat des Jahres 2016 um 8,5 Prozent auf 12.528 erhöhte, lag der baugewerbliche Umsatz je Beschäftigten mit 19.527 EUR um 1,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Auftragseingänge stiegen im Dezember 2016 sehr stark um 44,9 Prozent auf 253,3 Millionen Euro gegenüber Dezember 2015, auch bedingt durch Großaufträge. Die Entgelte stiegen um 4,1 Prozent auf 38,2 Millionen Euro. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden lag mit 1,1 Millionen Stunden, arbeitstäglich bereinigt, um 12,5 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.