21.09.2016 Bauwirtschaft

Höchste Zahl an Baugenehmigungen seit 16 Jahren

Baugenehmigungen steigen
Der Zuwachs an Baugenehmigungen zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (+ 26,7 Prozent). Foto: Redaktion/ts

Von Januar bis Juli 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 213.600 Wohnungen genehmigt. Wie das statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das 26,1 Prozent oder rund 44.300
Baugenehmigungen für Wohnungen mehr als in den ersten sieben Monaten 2015. Eine höhere
Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es in den ersten sieben Monaten eines Jahres
zuletzt im Jahr 2000 mit 216.000 genehmigten Wohnungen gegeben. Von den in den ersten sieben Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 179.600 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+ 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Prozentual am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit 142 Prozent. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 18,4 Prozent.
Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, erreichte in den ersten sieben Monaten 2016 mit 30.800 Wohnungen den höchsten Wert seit 1998 (32.900).
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis Juli 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,8 Millionen Kubikmeter auf 121,1 Millionen Kubikmeter (+ 16,1 Prozent). Diese Entwicklung ist sowohl auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (+ 33,1 Prozent) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (+ 14,5 Prozent) zurückzuführen.