09.12.2016 Baumärkte

Baumärkte müssen auf Individualisierung der Kundenbedürfnisse reagieren

Detlef Riesche
Detlef Riesche beim Kongress. Foto: BHB

Die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. Wie Vorstandssprecher Detlef Riesche (Toom) zum Auftakt des diesjährigen BHB-Kongresses feststellte, hätten sich durch die Veränderungen der vergangenen Jahre „Spielfelder und Spielregeln verschoben“. Die Digitalisierung überlagere viele andere Themen und sorge aus Sicht der Unternehmen dafür, immer schneller auf Markttrends reagieren zu müssen. „Dass wir heute kanalübergreifend unterwegs sein müssen, stellt niemand mehr infrage“, sagte Riesche, „das ist eine Binsenweisheit.“ Er sei jedoch fest davon überzeugt, „dass nicht alles, was wir heute tun, irgendwann überholt sein wird“. Als eine der größten Herausforderungen betrachtet er die zunehmende Individualisierung der Kundenbedürfnisse, eine klare Abgrenzung sei nicht mehr gegeben. „Dem müssen wir gerecht werden“, mahnte Riesche vor den rund 500 Kongressbesuchern aus Handel, Industrie und Dienstleistungsunternehmen.

Wie immer im Fokus stand unter anderem die Analyse des Marktforschers Klaus Peter Teipel. Er erwartet für das Jahr 2016 im deutschen erweiterten DIY-Kernmarkt (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachhandel, Kleinbetriebsformate und Distanzhandelsumsatz mit DIY-Kernsortimenten) einen Gesamtumsatz von 47,9 Milliarden Euro (+1,3 Prozent im Vorjahresvergleich). Der Marktanteil der Baumärkte im DIY-Kernmarkt sei weiterhin schwach. Andere Handelsformate hätten nach der Praktiker-Pleite mehr profitiert, sagte Teipel. Auch langfristig betrachtet hätte die Baumärkte Marktanteile eingebüßt. Für 2017 rechnet der Marktforscher damit, dass der erweiterte DIY-Kernmarkt mit rund 48,4 Milliarden Euro erneut leicht wächst (+1 Prozent), ebenso wie die Umsätze der Bau- und Heimwerkermärkte (21,8 Milliarden Euro, +0,9 Prozent).

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