Seit gut einem Jahr in der Verantwortung und seither viel bewegt: Dr. Sebastian Dresse. Foto: Creaton
14.10.2019 Branche im Blick erstellt von Thorsten Schmidt

Creaton: "Wieder zu uns gefunden"

Ein Jahr mit zahlreichen Veränderungen liegt hinter dem Steildach-Spezialisten Creaton. Geschäftsführer Dr. Sebastian Dresse zieht im Gespräch mit der BaustoffMarkt-Redaktion eine Zwischenbilanz. Hier einen kurzen Ausschnitt.

Wie Dr. Sebastian Dresse im Gespräch sagte, lag der Fokus seiner Tätigkeit seit seinem Amtsantritt im Juni 2018 auf der Neupositionierung des Steildach-Spezialisten: „Ziel war es, in Zukunft wieder verstärkt als mittelständisch geprägtes Unternehmen im Markt wahrgenommen zu werden. Dazu haben wir im letzten Jahr viele Veränderungen angestoßen, begleitet und umgesetzt.“ Eine seiner ersten Amtshandlungen war der Rechtsformwechsel von der AG zur GmbH: „Die Umfirmierung zur GmbH war für uns der erste Schritt in Richtung Neupositionierung der Marke Creaton. Weg von der eher anonymen Konzernstruktur, die mit einer Aktiengesellschaft zwangsläufig verbunden ist, hin zu einer Rechtsform, die im Mittelstand bekannt und etabliert ist. Wenn man so will, haben wir durch diesen Prozess wieder zu uns gefunden und eine Struktur, die es uns ermöglicht, wieder schneller als bisher auf Marktanforderungen reagieren zu können.“

Verkaufsprozess angestoßen

Eine Maßnahme, die zugleich nötig war, um Creaton auch unabhängiger vom dem Mutterkonzern Etex aufzustellen, dem die Marke seit 2005 angehört. Denn die belgische Gruppe hat im September 2018 angekündigt, sich im Rahmen der anhaltenden Konsolidierung des Dachmarktes in Europa zukünftig auf ihre Kerngeschäftsfelder zu konzentrieren und im Zuge dessen ihr Steildachgeschäft abzugeben. Im August hat Etex mit Umbelino Monteiro bereits ihr portugiesisches Tondachziegelgeschäft an das französische Unternehmen Edilians verkauft. Ebenso hat die Etex in England einen Kaufvertrag für die britische Marley-Gruppe unterzeichnet.

Wie Dresse dazu weiter ausführte, werde auch für Creaton mit seinen Tochtergesellschaften in Polen und Ungarn ein neuer Eigentümer gesucht, der das Steildachgeschäft in Mitteleuropa übernimmt. Hier sei angestrebt, bis 2021/22 eine Vereinbarung zu erzielen. „Die damit verbundene Neuausrichtung des Unternehmens und die zunehmende Flexibilität wollen wir zur Vereinfachung von Prozessen nutzen und unsere Kundenorientierung verstärken.“ Darüber hinaus ist, wie bereits 2018 angekündigt, das Faserzementgeschäft wieder bei der Eternit GmbH angesiedelt worden. Gegenüber der BaustoffMarkt-Redaktion bewertet Dresse diese Entscheidung nicht als Niederlage oder Verlust, sondern als Chance, sich aufs Kerngeschäft zu fokussieren und die führende Position im Segment Tondachziegel weiter auszubauen…

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 9.2019 von BaustoffMarkt und wenn Sie kein Abonnent sind können Sie sich den einzelnen Artikel unter RM-Handelsmedien-Select kaufen.

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