Das Sentinel Haus Institut zertifiziert Köbig für „Wohngesundheit mit System“: Offizielle Zertifikatsübergabe im Baupark in Mainz. Foto: Köbig/Bertram

Wohngesundheit durch gesünderes Bauen

„Wohngesundheit mit System“: Unter diesem Leitmotto bietet Köbig nun Produkte zum gesünderen Bauen an. Dafür wurde der Baustoffhändler jetzt vom Sentinel Haus Institut (SHI) zertifiziert.

Zur offiziellen Zertifikatsübergabe durch das SGS-TÜV Saar lud das Unternehmen im  August Kunden und Lieferanten in den Baupark nach Mainz. „Der Nutzen von gesunder Wohnluft für den Menschen wird bislang weder von der Industrie noch vom Handel ausreichend in den Markt getragen“, sagte Gerhard Menzel, Köbig-Geschäftsführer Baustoffe, zur Begrüßung. Der Baustoffhändler wolle den Kunden daher eine Orientierung für gesünderes Bauen, Sanieren und Renovieren geben. Konkret werden besonders schadstoffarme Baustoffe und Materialien nunmehr im „Grünen Regal“ angeboten. Diese Bezeichnung steht für ein von Köbig und dem SHI entwickeltes Konzept, mit dessen Hilfe Architekten, Planer, Handwerker und Bauherren die Möglichkeit erhalten, Produkte nicht nur nach den bautechnischen Qualitäten und ihrem Preis, sondern auch nach deren Emissionen auszuwählen und zu verarbeiten.

Ein sauberes Produktsortiment, geschulte Fachberater und eine seriöse Kommunikation zur Baustoff- und Produktqualität sind die zentralen Aspekte des erfolgreichen Audits, wie Peter Bachmann, Geschäftsführer des SHI, in seinem Grußwort deutlich machte. „Damit positionieren sich teilnehmende Unternehmen qualifiziert und beratungsstark als kompetente Partner und schließen die Lücke zwischen dem mittlerweile guten Angebot verantwortungsbewusster und innovativer Hersteller und dem Bedarf von Bauprofis und Endkunden“, sagte Bachmann. Mit der Zertifizierung liege nun eine zweijährige Wegstrecke hinter den Partnern, da mit den Mitarbeitern von Köbig  absolutes Neuland beschritten worden sei, so Bachmann.

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Markus Thurn (links), geschäftsführender Gesellschafter, und Gerhard Menzel, Geschäftsführer Baustoffe, wollen Köbig zum regional nachhaltigsten Baustoffhändler entwickeln.

Neben den Anforderungen an die Produkte beruht „Das grüne Regal“ vor allem auf Schulungen des Fachpersonals. Zudem müssen Verantwortliche in der Zentrale und eventuellen Niederlassungen des Händlers benannt werden. Ebenfalls definiert sind die Qualitätsmaßstäbe, mit denen eine kompetente Kundenberatung hinsichtlich des gesünderen Bauens und der emissionsarmen Verarbeitung der angebotenen Produkte sichergestellt wird. Das Audit für die Zentrale eines Baustoffhändlers wird jährlich wiederholt, in Niederlassungen spätestens alle zwei Jahre. Hat ein Händler mehrere Niederlassungen, sind die Prüfintervalle kürzer. Bei Köbig stehen „Grüne Regale“ zunächst im Baupark in Mainz und in den Niederlassungen in Alzey, Bürstadt, Eisenberg und Koblenz. Schritt für Schritt sollen auch die weiteren Standorte des Unternehmens in Rheinland-Pfalz und Hessen zertifizierte Produkte zum gesünderen Bauen bereithalten.

Köbig sei ein „First Mover“, das entwickelte Konzept schaffe Transparenz und Klarheit, so Hartmut Goldboom, Geschäftsführer Fachhandel der Hagebau, auf der Veranstaltung. „Unser Ziel ist es, den Kunden ein möglichst umfassendes Sortiment geprüft emissionsarmer Bauprodukte anzubieten“. Im Mai 2019 hatte die Kooperation die Zusammenarbeit mit dem Sentinel Haus Institut bei „Das grüne Regal“ bekannt gegeben. Das Konzept steht allen Gesellschaftern offen. Auf dem nächsten Hagebau Forum werde die Kooperation das Thema gezielt präsentieren und ihren Gesellschafter vorstellen, wie der Geschäftsführer ausführte.

Einer der Hersteller mit Produkten im „Grünen Regal“ ist der Bauchemikalienspezialist Sopro. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit dem Sentinel Haus Institut und der Hagebau bei diesem Thema ein sehr guter Ansatz, unsere sehr emissionsarmen Klebemörtel, Verfugungsprodukte und zahlreiche weitere hochwertige Baustoffe im Handel aufmerksamkeitsstark zu positionieren und zu präsentieren“, so Geschäftsführer Andreas Wilbrand.

„Jetzt geht die Arbeit los“

Michael Hölker, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhändler (BDB), sieht Köbig als Vorreiter für eine Qualifizierungsoffensive des Baustoff-Fachhandels. „Gebäude werden immer luftdichter und die Kundschaft in Sachen Gesundheit immer informierter und anspruchsvoller. Gleichzeitig steigen die Komplexität und die Regelungsdichte. Dieser Herausforderung können Fachhändler mit dem ‚Grünen Regal’  begegnen“, so Hölker.

Ein zunehmendes Interesse von Bauprofis und Bauherren am Thema Wohngesundheit bestätigte auch Menzel. Der Geschäftsführer möchte das Familienunternehmen einerseits zum Marktführer für Produkte zum gesünderen Bauen und anderseits zum nachhaltigsten „Produktionsverbindungshandel“ in der Metropolregion Rhein-Main entwickeln. „Wohngesundheit mit System“ sei ein Mega-Zukunftstrend, aber noch stehe die Entwicklung am Anfang. Dies sah auch Markus Thurn, geschäftsführender Gesellschafter bei Köbig, so: „Wir haben ein Zeichen gesetzt, aber heute ist noch kein Endpunkt der Entwicklung. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los, wir müssen die Kunden von dem Nutzen der zertifizierten Produkte überzeugen.“ 

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