Informierten die Fachpresse dieses Jahr in Frankfurt über die Daten und Fakten zum Unternehmen (v. l.): Lennard Stöcklin, Junior Marketing Manager, Robert Wagner, Leiter Kommunikation & Trade Marketing, Mario Sommer, Leiter Anwendungstechnik/Objektberatung, die Geschäftsführer Andreas Wilbrand und Michael Hecker sowie Björn Rosenau, Bereichsleiter Objektberatung. Foto: Redaktion

Sopro: Mit Kompetenz und „Herzblut“

„Wir wollen unser Geschäft mit Kompetenz und ‚Herzblut‘ betreiben“, lautet für Sopro Bauchemie die Devise, um sich im Markt zu positionieren. Mit Erfolg, wie die Geschäftsführer Andreas Wilbrand und Michael Hecker auf dem alljährlichen Pressetreffen in Frankfurt berichteten.

Im mittlerweile 18. Jahr der Zugehörigkeit zur internationalen Mapei-Gruppe mit Sitz in Italien konnte die Sopro Bauchemie in Deutschland den Umsatzrekord aus 2017 weiter ausbauen und ein Umsatzwachstum von fast 6 Prozent auf insgesamt rund 150 Millionen Euro erzielen.

In der gesamten Sopro Gruppe, kumuliert mit allen Umsätzen der Auslandsaktivitäten, wurde nach Aussage der beiden Geschäftsführer ein Wachstum von ebenfalls rund 6 Prozent auf insgesamt circa 220 Millionen Euro erzielt. Dabei seien dem Unternehmen die positive Gesamtkonjunktur und gestiegene Bauinvestitionen entgegengekommen.

Der für die Geschäftsentwicklung primär wichtige Fliesenmarkt habe sich in allen Ländern günstig entwickelt, freilich mit unterschiedlichen Wachstumsraten, führte Michael Hecker beim Pressetreffen aus.

Für den deutschen Markt bilanzierte Andreas Wilbrand, dass sich Sopro im letzen Jahr erneut mit den Produkten aus dem Bereich ‚Fliesentechnik‘ besser entwickelt habe als der Markt und dabei erneut mengenseitig besonders beim Kleber- und Fugenmörtelabsatz deutlich zugelegt habe. Eine Entwicklung, die der Bauchemie-Spezialist mit Sitz in Wiesbaden aus verschiedenen Statistiken zum Gesamtfliesenverbrauch in Deutschland ableitet.

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... das Multi-Marken-Center „My Zeil“ im Herzen Frankfurts. Links im Bild: Mario Sommer, Leiter Anwendungstechnik und Objektberatung.

Der Gewinn von Marktanteilen zeige, laut Wilbrand, „dass wir an den richtigen Themen arbeiten und vieles richtig machen. Wir müssen auch weiterhin unserem Anspruch, zu den Gestaltern unserer Branche und zur Gruppe der marktführenden Anbieter von Bauchemie zu gehören, ständig neu gerecht werden und diesen glaubwürdig unter Beweis stellen. Wir wollen unser Geschäft mit Kompetenz und ,Herzblut‘ betreiben. Wir wollen die Bedürfnisse unserer Kunden erkennen und in der Wertschöpfungskette zum Nutzen für alle profitabel umsetzen. Wir sind davon überzeugt, dass zu uns keiner nur aus dem Grund kommt, weil wir Fliesenkleber oder Fugenmörtel produzieren, sondern weil unsere Kunden von unserer Gesamtqualität überzeugt sind und wegen der Vielzahl qualifizierter Ansprechpartner in den jeweiligen Serviceebenen. Daher engagieren wir uns in vielen Verbänden und Organisationen zur Weiterentwicklung unserer Branche. Wir sind überzeugt, dass unser Unternehmen auch aus diesem Grund in vielen Produktentscheidungen den Vorzug erhält“, zeigte Wilbrand in Frankfurt bei seinem Vortrag das zitierte Herzblut.

Dabei hielt der Geschäftsführer von Sopro ebenso fest, „dass der Wettbewerb im bauchemischen Umfeld an Schärfe deutlich zugenommen habe und die Margen bei vielen Anbietern unter Druck stehen“. Die Kostensenkungsmöglichkeiten seien seiner Einschätzung nach weitgehend ausgereizt – der größte Umsatz komme aus dem Bereich bestehender und etablierter Produkte und ohne Innovationen würde es noch schwieriger werden. „Die Schärfung der Marke, die echte Bedeutung und der Mehrwert derselben werden immer wichtiger, erst recht, weil die Tendenz zu gesichtslosen Private-Label-Produkten deutlich ansteigt.“

Der qualifizierte Fliesen- und Baustoff-Fachhandel sei nach Angaben der Hansa Unternehmensberatung, auf die sich Wilbrandt in Frankfurt zu diesem Punkt berief, nach wie vor der dominierende Vertriebskanal für keramische Fliesen in Deutschland.

Klare Vertriebsstrategie

„Unsere Marktanteile im ‚Fachhandelsmarkt‘, der nach unserer Einschätzung etwa 60 Prozent des Gesamtmarktes repräsentiert und den wir stringent mit Produkten der Profimarke Sopro in einer klaren Vertriebsstrategie bearbeiten, liegen im Sortimentsbereich der ‚Fliesentechnik‘ nach unseren Berechnungen bei über 25 Prozent. Der Fachhandel bleibt auch für unser Haus der wichtigste und dominierende Distributionskanal für Bauchemie im deutschen Fliesenmarkt.“

Neben der professionell arbeitenden, oft „meisterlich“ qualifizierten Handwerkerklientel für hochwertige Bauchemie treten zunehmend als wichtige Handwerkerzielgruppe die meist „werkstattlosen, mobilen Generalisten“ in Erscheinung, ohne die es in vielen Bereichen nicht mehr geht. Nach Recherchen von Hansa sollen in Deutschland mittlerweile 29 bis 30 Millionen Quadratmetern keramische Fliesen allein durch diese Handwerkergruppe verlegt werden. Das wären schon mehr als 22 Prozent der gesamten deutschen Verlegeleistung. Diese Zielgruppe dränge weiterhin in den Fokus der deutschen Baustoff- und Fliesenfachhändler, hieß es vor Ort.

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Die Party ist noch nicht vorbei

Mit Blick auf die Entwicklung im laufenden Jahr zeigten sich die Geschäftsführer von Sopro zuversichtlich und rechnen in den einzelnen Zielmärkten mit weiteren Zuwächsen bezüglich des Marktvolumens als auch bei Absatzmengen und Umsätzen. Die Rahmenbedingungen in Deutschland seien, wie es in Frankfurt hieß, nach wie vor hervorragend. Die Bauwirtschaft sei ohne Zweifel in einer weiterhin aufstrebenden Entwicklungsphase und die derzeitige Stimmungslage bei Händlern und Verarbeitern grundsätzlich positiv. Auch wenn das Handelsblatt in einem Artikel bereits vom Ende der Party in Deutschland gesprochen habe, treffe das laut Wilbrand nicht auf den Bau zu. „Trotz des ‚Bauens am Limit‘ steht die Branche nach nunmehr sieben fetten Jahren nun nicht vor sieben mageren. Die Zahl der Auftragseingänge sinkt ja nicht, sondern bleibt auf hohem Niveau stabil. Und die Branche weist zurecht darauf hin, dass die Auftragsbücher auf Monate hinaus prall gefüllt sind. Wir sind grundsätzlich überzeugt, dass Bauinvestitionen in Neubauprojekte und Konsumausgaben für Renovierungs- und Sanierungsvorhaben weiterhin steigen werden.“

Neubauprojekt angeschoben

Zum Abschluss des Pressegespräches berichteten die Geschäftsführer von der Planung des Neubaus eines modernen leistungsfähigen Laboratoriums für Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik, kombiniert mit einem attraktiven Kundenschulungszentrum in Wiesbaden. Wie es hieß, soll der Neubau nahe der Sopro-Produktion in Amöneburg entstehen. Auf einem über 20.000 Quadratmeter großen Grundstück werde dann die wachstumsorientierte und erfolgreiche Zukunft des Unternehmens neu  gestaltet und manifestiert. Die Designplanungen seien bereits weit fortgeschritten und das Unternehmen stehe kurz vor der Einreichung der Baugenehmigungsunterlagen, wie Hecker und Wilbrand zu diesem Punkt abschließend ausführten.  Eine Investitionssumme wollte Sopro zu diesem Zeitpunkt auf Nachfrage der Redaktion aber noch nicht nennen.