Die Cevisama fand in diesem Jahr vom 28. Januar bis 1. Februar statt. Fotos: Marcos Soria/Feria Valencia

Cevisama 2019: Weiterhin Rückenwind

Die erste Schätzung der Besucherzahlen, die Manuel Rubert, Präsident der Cevisama, und Carmen Álvarez, Direktorin der Veranstaltung, kurz vor Ende der Messe abgaben, hat sich nicht erfüllt: Rund 94.000 Besucher erwarteten beide als Ergebnis.

Nach der offiziellen Auswertung waren es doch nur 91.100 Besucher aus 155 Ländern, die vom 28. Januar bis 1. Februar zur 37. Ausgabe der Messe nach Valencia kamen. Ein nach wie vor respektables Ergebnis und vergleichbar mit dem vergangenen Jahr, als etwa 90.500 Besucher kamen.

Die Zahl der ausländischen Besucher war 2019 dafür deutlich höher, als zunächst angenommen: Rechneten die Veranstalter zuerst mit etwa 17.000, waren es zum Schluss mehr als 20.000 (2018: 17.651). Eine Zahl, die laut Veranstaltern noch niemals habe erreicht werden können. Hinzu kommt, dass Maschinen in diesem Jahr nicht Teil der Ausstellung waren, diese sind nur in geraden Jahren auf der Messe vertreten – insofern ist das Ergebnis noch beachtlicher. Messe-Präsident Rubert ist auf jeden Fall sehr zufrieden mit den Ergebnissen, sowohl mit den positiven Zahlen als auch mit der Qualität der Besucher. Die Messe habe Besucher aus den wichtigsten Märkten der Branche angezogen, da 55 Prozent der ausländischen Käufer aus den traditionellen europäischen Märkten stammten: Allein 36,84 Prozent aus Italien, Frankreich, Portugal, dem Vereinigten Königreich und Deutschland.

Positives konnte auch der Herstellerverband Ascer während seiner Pressekonferenz vermelden: Die Umsatzerlöse konnten in 2018 um 2 Prozent auf 3,60 Milliarden Euro gesteigert werden (2017: 3,51 Milliarden Euro), die Produktion blieb mit 530 Millionen Quadratmetern auf den Niveau von 2017. Die Exporterlöse betrugen 2,71 Milliarden Euro und lagen damit etwas höher als 2017 (2,69 Milliarden Euro), die inländischen Erlöse konnten hingegen von mehr als 820 auf 890 Millionen Euro gesteigert werden.

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Nach wie vor werden 75 Prozent der in Spanien hergestellten Fliesen im Ausland verkauft, exportiert wird in 197 Länder. Europa ist nach wie vor mit 49,1 Prozent (+5 Prozent) die wichtigste Region. Die Top-Ten-Märkte (Januar bis November 2018) sind: Frankreich (280,2 Millionen Euro, +7,2 Prozent), USA (238,4 Millionen Euro, +11,8 Prozent), Vereinigtes Königreich (158,5 Millionen Euro, -1,4 Prozent), Italien (101,2 Millionen Euro, +4,2 Prozent), Deutschland (98 Millionen Euro, +9,3 Prozent), Israel (91 Millionen Euro, -3,8 Prozent), Saudi Arabien (82 Millionen Euro, -26,2 Prozent), Marokko (80,6 Millionen Euro, 6,3 Prozent), Libanon (70,5 Millionen Euro, -12,2 Prozent), Russland (69,2 Millionen Euro, -4,2 Prozent).

In der Gestaltung der ausgestellten Fliesen gab es in diesem Jahr allerdings wieder keine großen Überraschungen, sondern stattdessen eher Verschiebungen innerhalb der bekannten Trends. Wenn es nach den Fliesendesignern geht, sollen Farben in der nächsten Zeit wieder stärker im Vordergrund stehen. Weiterhin angesagt sind geometrische oder organische Design im Stil von Art Déco beziehungsweise Art Nouveau, allerdings mit auf die heutige Zeit angepassten Designs. Natursteinoberflächen sind nach wie vor „en vogue“, gerne auch in dunkleren Farbvarianten.

Fotos: Marcos Soria/Feria Valencia

Auch „Keramikklassiker“ sind weiterhin ein Trend, dazu gehören unter anderem Terrakotta-Optiken aber auch Mosaike und kleinformatige Fliesen sowie traditionelle Keramikkunst aus verschiedenen Ländern. Die Farbpalette besteht hier aus warmen Tönen und reicht von Rosa über Orange und Gelbtöne bis hin zum bereits erwähnten Terrakotta.

Eher neu und aus dem Bereich der Inneneinrichtung kommen Motive aus der tropischen Tier- und Pflanzenwelt. Das Farbspektrum innerhalb dieses Trends kombiniert naturgemäß Dunkelbraun und Grau mit Blau und Grün. Bunte Terrazzo-Optiken, dekorative Grafiken und kleine Formate sind ein weiterer Trend, bei dem ebenfalls Farbe zu finden ist, hier eher Blau, Rosa und Purpur.

Die nächste Cevisama findet vom 3. bis 7. Februar 2020 statt.

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