Wohnen wird immer teuerer, besonders die ältere Generation kann es sich nicht mehr leisten. Foto: Anaterate/Pixabay

Die "graue Wohnungsnot"

Ab 2035 wird Deutschland "richtig alt" und im Alter zunehmend ärmer. Und trotzdem muss sich die neue Rentner-Generation das Wohnen auch noch leisten können. Genau das wird so allerdings mit dem jetzigen Wohnungsmarkt nicht klappen, sagt das Pestel-Institut.

Die Wissenschaftler aus Hannover warnen: Deutschland steuert auf ein massives Alters-Wohnproblem zu - auf eine "graue Wohnungsnot". Dazu hat das Pestel-Institut im Auftrag des Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) eine neue Studie vorgelegt. Titel: "Wohnen der Altersgruppe 65 plus". Demnach werden ab 2035 rund 24 Millionen Menschen zur Altersgruppe "65 plus" gehören - rund 6 Millionen mehr als heute. Die Wissenschaftler kommen in der Studie zu dem Schluss, dass bereits bis 2030 bundesweit rund 3 Millionen altersgerechte Wohnungen zusätzlich gebaut werden müssen. "Es ist deshalb notwendig, beim Neubau weiterhin den Fokus verstärkt auf das altersgerechte Bauen zu legen. Ein Großteil der erforderlichen Senioren-Wohnungen wird allerdings durch den Umbau vorhandener Wohnungen entstehen müssen: Deutschland steht vor einem neuen Baujahrzehnt des altersgerechten Sanierens", sagt Michael Hölker mit Blick auf die Studienergebnisse.

Die Wissenschaftler aus Hannover benennen auch die Kosten: Demnach werden für den altersgerechten Umbau und die Modernisierung bis 2030 rund 50 Milliarden Euro an Investitionen und damit mindestens 5,6 Milliarden Euro an Fördermitteln erforderlich sein. Das Pestel-Institut kommt in seiner Studie zu dem Schluss, dass mindestens 500 Millionen Euro jährlich an Fördermitteln für den generationengerechten Bau- und Umbau erforderlich sind.

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