Baustoff-Monitor Frühjahr 2010
Hintergrund des Baustoff-Monitors
Prognosen über die Entwicklung der Wirtschaft gibt es zahlreiche, wobei die Treffergenauigkeit insbesondere in dynamischen Zeiten wie diesen eher schlecht ist. So werden zum Beispiel die Zahlen über das erwartete Wirtschaftswachstum in Deutschland durch die Bundesregierung regelmäßig nach unten oder oben korrigiert. Dies ist nur ein Indiz, wie schwierig diese Art von Prognosen ist.
Auf der anderen Seite ist für Unternehmen die Frage nach der aktuellen Stimmungslage sowie nach der zukünftigen Entwicklung ihrer Branche eine zentrale Fragestellung, um die eigene Geschäftssituation in puncto Nachhaltigkeit einschätzen zu können.
Genau an diesem Punkt setzt die Idee des Baustoff-Monitors an. Ziel ist es, regelmäßig die Stimmungslage in der deutschen Baustoffbranche zu erfassen und dadurch den Unternehmen ein Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie die eigene Geschäftssituation mit der Branchenstimmung spiegeln können. Der Baustoff-Monitor hat nicht das Ziel, ein präzises Prognoseinstrument über zukünftige Entwicklungen zu sein.
Der Baustoff-Monitor ist eine Kooperation zwischen der Fachzeitschrift baustoffmarkt und der Unternehmensberatung Homburg & Partner und wird ab Herbst 2009 zweimal im Jahr erhoben und exklusiv im baustoffmarkt veröffentlicht. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse des Baustoff-Monitors Frühjahr 2010 vorgestellt.
Zusammensetzung der Stichprobe
Für die Datenerhebung im Frühjahr 2010 wurden insgesamt 275 Personen aus deutschen Baustoffunternehmen angeschrieben, die eine Managementverantwortung im Bereich Marketing und Vertrieb haben. Davon haben sich 59 Personen an der Befragung beteiligt. Dies entspricht einer Quote von 21% und kann als sehr gut bewertet werden. Die Beteiligungsquote im Herbst 2009 lag bei knapp 25% und somit auf vergleichbarem Niveau. Die Befragten sind entweder Marketing-/ Vertriebsleiter oder Geschäftsführer für Marketing/ Vertrieb.
90% der beteiligten Unternehmen machen einen Umsatz in Deutschland von < 300 Mio. €, wobei knapp ein Viertel weniger als 50 Mio. € Umsatz in Deutschland erwirtschaften.
Bezogen auf die Gewerke der beteiligten Unternehmen sind Dach/Fassade, Trockenbau/Ausbau und Rohbau mit jeweils etwas über 40% dominant. Aber auch die Bereiche Garten-/Landschaftsbau, Fliesen, Tiefbau und Holz sind vertreten, wenn auch zu einem geringeren Prozentsatz. Der Erhebungszeitraum für den Baustoff-Monitor Frühjahr 2010 war Juni 2010. Die Stichprobe ist sowohl von der Anzahl der Teilnehmer als auch der Zusammensetzung der Unternehmen sehr ähnlich zu der Stichprobe aus dem Baustoff-Monitor Herbst 2009.
Autorenangaben:
Dr. Sven Kühlborn ist Geschäftsführer und Partner der internationalen Unternehmensberatung Homburg & Partner. Dort verantwortet er den Bereich Building & Construction und ist spezialisiert auf die Themen Marketing, Vertrieb, Pricing und Marktforschung.
Ergebnisse der Studie
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Archiv
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